Gemeinsam statt einsam – warum Netzwerken für kleine Unternehmen so wichtig ist

Wenn man ein kleines Unternehmen gründet, denkt man am Anfang oft: Ich muss das alles alleine schaffen. So war es jedenfalls bei mir. Ich hatte schon lange die Idee, meine Liebe zum Briefeschreiben, zu Papier und schönen Designs in etwas Eigenes zu verwandeln – aber der letzte Schubser fehlte.

Und dieser Schubser kam von Ramona von Lupama.

Ramona ist seit vielen Jahren meine Brieffreundin – und eine meiner liebsten. Sie hat mich ermutigt, meinen Traum vom eigenen Shop wirklich umzusetzen. Früher dachte ich immer, Selbstständigkeit ginge nur in Vollzeit. Durch Ramona habe ich gelernt: Es darf auch Teilzeit sein. Man darf klein anfangen, wachsen, ausprobieren, lernen.

Von der Brieffreundin zur Mutmacherin

Ramona ist nicht nur eine wunderbare Briefeschreiberin, sondern auch leidenschaftliche Näherin. Ihr Herz schlägt fürs kreative Handwerk – und das sieht man in ihrem tollen Shop, in dem sie viele Bügelbilder anbietet, um Genähtes aufzupeppen.

Ich liebe ihre Designs – sie sind fröhlich, liebevoll und voller Persönlichkeit. Und übrigens: Diese Bügelbilder funktionieren nicht nur auf Stoff! Ich habe sie sogar schon auf Postkarten aufgebügelt – das geht wunderbar und sieht einfach richtig schön aus.

Ohne Ramona gäbe es The Penfriends Shop wahrscheinlich gar nicht. Sie hat mich daran erinnert, dass man nicht alles perfekt planen muss, um anzufangen – manchmal reicht ein kleiner Anstoß von jemandem, der an dich glaubt.

Wenn Kooperationen nicht passen

Im letzten Jahr habe ich dann versucht, mich mit anderen kleinen Unternehmen auf Instagram zu vernetzen. Es gab auch ein paar Kooperationen – aber irgendwie fühlten sie sich nicht richtig an. Ich war unsicher, ob ich mich selbst genug wiederfand in diesen Projekten.

Manchmal merkt man eben erst, wenn man drinsteckt, dass die Chemie einfach nicht passt.

Aber das ist okay. Denn jedes „Nicht-Passen“ führt einen näher zu den Menschen, bei denen es passt.

Freundschaft statt Konkurrenz

Und dann kam Stefanie von Stationery Parlor.

Mit ihr hat sich alles verändert. In ihr habe ich nicht nur eine Geschäftspartnerin gefunden, sondern eine echte Freundin. Wir haben uns inzwischen schon ein paar Mal getroffen, schreiben, lachen, brainstormen. Die meisten meiner neuen Designs sieht sie mit als Erste. Wir tauschen uns aus, geben uns gegenseitig Tipps, lernen voneinander und wachsen miteinander.

Heute sehe ich Stefanie mehr als Freundin denn als Geschäftspartnerin. Wir arbeiten nicht aus Konkurrenzdenken heraus, sondern aus Freude an dem, was wir beide lieben: das Briefeschreiben.

Wir haben sogar gemeinsame Produkte entwickelt – kleine Herzensprojekte, die zeigen, was entstehen kann, wenn zwei kreative Köpfe sich zusammentun, statt sich zu vergleichen.

Netzwerken mit Herz

Für mich bedeutet Netzwerken heute etwas ganz anderes als früher. Es geht nicht darum, möglichst viele Kontakte zu haben oder ständig gemeinsame Aktionen zu planen. Es geht darum, echte Verbindungen zu knüpfen – mit Menschen, die die gleiche Leidenschaft teilen, die sich gegenseitig unterstützen und ehrlich miteinander umgehen.

Ramona hat mir den Mut gegeben, anzufangen. Stefanie hat mir gezeigt, wie wertvoll Freundschaft im Business sein kann.

Und genau deshalb ist Netzwerken für kleine Unternehmen so wichtig: Weil wir nicht Konkurrentinnen sind, sondern Mitstreiterinnen, die gemeinsam die Liebe zu Papier, Worten und Kreativität feiern.

Worauf es wirklich ankommt

Hinter jedem kleinen Unternehmen steht eine Geschichte – und oft auch andere kleine Unternehmen, die geholfen haben, diese Geschichte zu schreiben.

Ohne Ramona gäbe es The Penfriends Shop nicht. Ohne Stefanie wäre er nicht das, was er heute ist.

Und das zeigt: Man wächst nicht nur durch Ideen und Arbeit, sondern vor allem durch Menschen.